kleine Schwester – große Liebe

Pünktlich zu ihrem dritten Geburtstag trudelte ein Magen-Darm-Virus bei uns ein und erschwerte unserem kleinen E eine Woche lang das Leben. Ihre Zwillingsschwester blieb nicht verschont, bloß erkrankte sie erst drei Tage später. Für mich als Pflegende eigentlich ganz gut. Nachdem das kleine E also am Freitag wieder genesen war, durch die Gegend sprang und einiges an Energie loswerden und aufnehmen musste, beschloss sie am Abend ganz spontan, nachdem wir hochgegangen und ich mich gerade ins Bett legen wollte, dass sie heute bei ihrer Schwester, dem großen E, im Zimmer nebenan schlafen würde. Das mittlere E, gerade mitten drin im Magen-Darm-Zirkus und völlig fertig, lag bereits im Familienbett und wartete auf Mama.

Ich ging also ins Nebenzimmer, um Gute Nacht zu wünschen, da lag das kleine E auf einer eigens für sie, vor der schwesterlichen Hängematte, drapierten Matratze und strahlte übers ganze Gesicht. Gute-Nacht-Kuss? Nein! Andere Verabschiedungen oder Liebkosungen? Neeiin! Naja, sie kommt bestimmt gleich zu uns rüber, denke ich und verlasse mit einem fröhlichen „Gute Nacht!“ das Zimmer.

Während ich dann zunächst einmal ganz in Ruhe das noch kranke E stille und in den Schlaf begleite, höre ich nebenan die Stimme der großen Schwester. Sie liest der kleinen Schwester etwas vor. Im Anschluss erzählt sie die kleinen E noch ein selbst erdachtes Märchen, an dessen Ende Prinzessin einschläft. Nachdem die Stimme verstummt ist und sich eine Weile lang nichts regt, erscheint plötzlich das große E an meiner Zimmertür. Sie grinst und berichtet voller Stolz, dass in ihrem Zimmer ein schlafendes Mädchen liegen würde. Dieser Gesichtsausdruck. Unbeschreiblich. Glück und Stolz.

Ich kann es gar nicht glauben! Seit nun fast drei Jahren wurden die Lütten JEDE Nacht einschlafgestillt, und demnach immer von mir in den Schlaf begleitet. Und plötzlich sowas. Unfassbar. Ich habe mich über diesen Abend sehr gefreut. Für das kleine E, für das große E [das mächtig stolz war und noch immer ist], für mich, für uns alle. Ich freue mich ob der Abnabelung, die da im Gange ist und mich laut Schlucken lässt. Unerwartet und doch nicht ganz überraschend. Immerhin sind sie jetzt schon groß, nämlich drei. Und Krankheit bringt ja oftmals einen Schub mit sich. Ich habe wirklich das Gefühl, dass sie mit dem Auspusten der Kerzen auf ihrem Kuchen um einiges größer geworden sind. Und abermals bin ich in solch einem Moment der Abnabelung so glücklich und froh darüber, dass unsere Kinder diese Freiheit genießen, selbstbestimmt und frei entscheiden zu können. Das Sahnehäubchen für mich ist, dass ich sehen kann und darf, wie großartig liebevoll unsere Kinder, trotz der alltäglichen Kabbeleien, Rauferien und Motzereien, miteinander sind. Was kann es Schöneres geben!?

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Dankeschön!

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